Kaufberatung zum Nähmaschine-Test bzw. -Vergleich: Finden Sie mit unserer Hilfe Ihren persönlichen Nähmaschine-Testsieger!

Zusammengefasst im Überblick:
  • Nähmaschinen sind äußerst praktische Helfer, wenn Sie gerne selbst Kleidung nähen oder zumindest kleine Reparaturen durchführen möchten.
  • Verbreitet für den Hausgebrauch ist die Freiarm-Nähmaschine. Sie hat aber nur wenige einfache Funktionen. Wer häufig näht, und vor allem viele Ränder näht, sollte über die Anschaffung einer Overlock-Nähmaschine nachdenken.
  • Wichtig bei der Wahl der richtigen Maschine ist, dass Stichlänge und Stichbreite einstellbar sind und Sie eine Auswahl verschiedener Sticharten haben.

naehmaschine test

Nähmaschine Farben

Bei der Hier Singer Ultralock 14sh654 handelt es sich um eine Overlock-Nähmaschine welche die Nahtzugaben automatisch säumt und beschneidet. Dadurch ergibt sich eine saubere Kante.

Nähen ist längst nicht nur etwas für Omas und Hausfrauen. Auch immer mehr junge Menschen entdecken die Lust am Nähen. Sei es, weil sie eine alte Nähmaschine auf dem Flohmarkt entdecken und sie einfach mal ausprobieren möchten, oder weil sie bewusst ihre eigene Kleidung nähen möchten.

Ein Nähmaschinen-Vergleich 2023 ist aber gar nicht so einfach, denn es gibt viele verschiedene Typen und Bauarten. Nähmaschinen gibt es für unterschiedliche Zwecke, für den Hausgebrauch ebenso wie für Profis. Wenn Sie die beste Nähmaschine für sich finden möchten, müssen Sie daher genau hinsehen. Diese Kaufberatung gibt Ihnen die wichtigsten Fakten für Ihre Kaufentscheidung an die Hand.

1. Welche verschiedenen Nähmaschinen-Typen für Ihren Bedarf gibt es?

naehmaschine kinder

Auch für Kinder gibt es Nähmaschinen.

Spätestens, wenn Kinder ins Haus kommen, kaufen sich viele Menschen eine Nähmaschine. Ständig müssen Kleidungsstücke geändert, Löcher geflickt oder Knöpfe wieder angenäht werden. Das geht zwar auch per Hand mit Nadel und Faden. Jedoch ist die Arbeit mit einer Nähmaschine wesentlich einfacher und schneller erledigt.

Es gibt allerdings ganz unterschiedliche Arten von Nähmaschinen für die verschiedenen Einsätze. Zunächst unterscheidet man zwischen:

  • Kindernähmaschine: Kleine Nähmaschinen, die hauptsächlich als Spielzeug dienen, aber trotzdem eine einfache Naht nähen können.
  • Handnähmaschine: Eine Nähmaschine für die Hand arbeitet ohne Strom und ist für wenige einfache Stiche gedacht.
  • Nähmaschine für Anfänger: Günstige und einfache Maschinen mit wenigen Programmen sind für Einsteiger ideal.
  • Nähmaschine für Fortgeschrittene: Ein solches Modell hat viele Programme und Sticharten. Nur erfahrene Näher können all die Extras auch wirklich ausnutzen.
  • Industrienähmaschine: Große Nähmaschinen, die dafür ausgelegt sind, viele Kleidungsstücke in kurzer Zeit zu fertigen und viele Sonderfunktionen haben.

2. Wie können Sie mit den verschiedenen Arten von Nähmaschinen professionell arbeiten?

Insbesondere Profis und fortgeschrittene Hobby-Näher greifen gerne zu Modellen, die etwas mehr können. Meistens handelt es sich dabei um Freiarm-Nähmaschinen, der verbreitetsten Art. Allerdings gibt es in der Kategorie der Fortgeschrittenen-Nähmaschinen auch noch verschiedene andere Bauarten.

Die wichtigsten stellen wir Ihnen im Folgenden vor:

Art Eigenschaften
Overlock-Nähmaschine
naehmaschine overlock
  • Dieser Typ Nähmaschine kann die Nahtzugabe automatisch säumen und beschneiden und so eine besonders saubere Kante erzeugen.
  • Neben dem Overlock ist auch ein Doppelkettstich möglich.
  • Ursprünglich war diese recht professionelle Art Nähmaschine Profis vorbehalten, doch mittlerweile wird sie auch gerne privat genutzt.
Coverlock-Nähmaschine
naehmaschine coverlock
  • Hierbei handelt es sich im Prinzip um eine weiterentwickelte Art der Overlock-Nähmaschine.
  • Mit dieser Maschine ist es möglich, mitten auf dem Stoff zu nähen und zwar ohne das Messer, das bei Overlock-Maschinen den überschüssigen Stoff entfernt.
Computer-Nähmaschine
naehmaschine computer
  • Computer-Nähmaschinen haben unterschiedliche Näh-Programme, die von einer Software gesteuert werden.
  • Stichmuster können von PC oder Smartphone auf die Maschine übertragen werden.
  • Diese Nähmaschine macht das Nähen sehr einfach, ist manchen Nähern aber zu künstlich.

Es gibt darüber hinaus noch Sonderformen von Nähmaschinen, beispielsweise eine Stickmaschine, mit der Sie schöne Stickereien erzeugen können oder eine Quiltmaschine, die besonders robuste Messer und Nadeln hat und daher grobe Stepparbeiten übernehmen kann. Diese Maschinen haben aber normalerweise keine Sonder-Programme zu bieten.

Für Sie entscheidend ist, was Sie nähen möchten. Eine Computernähmaschine ist sehr teuer, kann Ihnen dafür aber auch viel Arbeit abnehmen. Coverlock-Nähmaschinen überzeugen mit Ihren vielen Vorteilen, bringen aber ebenfalls Nachteile mit sich, die wir Ihnen im Folgenden vorstellen möchten:

    Vorteile
  • kann automatisch schneiden und säumen
  • es kann mitten auf dem Stoff ohne Messer genäht werden
  • ist für professionelle Einsätze bestens ausgestattet
    Nachteile
  • der Preis ist recht hoch

3. Worauf müssen Sie beim Kauf einer Nähmaschine achten?

Nähmaschinen-Tests beschäftigen sich vielfach mit den unterschiedlichen Funktionen, Programmen und Extras, die Nähmaschinen haben. Für Anfänger kann das jedoch recht verwirrend sein. Wichtig ist vor allem, dass Sie auf folgende Punkte achten:

3.1. Die grundlegenden Sticharten müssen vorhanden sein

Einstellungen Nähmaschine

Die Stichbreite und -länge ist bei der Singer-Ultralock anpassbar. So können Sie variabel und effektiv arbeiten. Achten Sie auch auf einen hochwertigen Nähfuß, um ein sauberes Nähen zu ermöglichen.

Bei allen schönen Extras ist entscheidend, dass Sie die am häufigsten gebrauchten Stiche ausführen können. Kein Modell, das das Zeug zu einem Testsieger unter den Nähmaschinen hat, kommt ohne Steppstich, Zickzackstich und Geradstich aus. Mit diesen einfachen Sticharten können Sie bereits viele Arbeiten erledigen.

Manche guten Maschinen bieten einen Overlockstich, sodass Sie keine extra Overlock-Maschine kaufen müssen. Er vernäht Schnittkanten sauber. Nützlich ist auch der Blindstich, mit dem Sie unsichtbare Nähte erzeugen können.

Abgesehen von den verschiedenen Sticharten ist wichtig, dass Stichbreite und -länge bei der Nähmaschine anpassbar sind. So können Sie variabel arbeiten.

3.2. Der Nähfuß sollte von hoher Qualität sein

Ein guter Nähfuß ist wesentlich für sauberes Nähen. Er sollte unbedingt von guter Qualität sein. Da Sie nicht die Möglichkeit haben werden, einen eigenen Nähmaschinen-Test durchzuführen und den Nähfuß zu untersuchen, können Ihnen in diesem Punkt Erfahrungsberichte anderer Käufer im Internet weiterhelfen.

Tipp: Für manche Arbeiten brauchen Sie spezielle Nähfüße, beispielsweise für Knopflöcher oder Reißverschlüsse, Blindsäume oder Overlocksäume. Ein Universalfuß genügt dagegen für gerade oder Zickzack-Stiche und ist üblicherweise im Lieferumfang enthalten. Andere Nähfüße müssen Sie oft nachkaufen.

3.3. Extras und Nähmaschinen-Zubehör, das sich wirklich lohnt

naehmaschine naehfuß

Achten Sie beim Kauf auf einen qualitativ hochwertigen Nähfuß.

Nicht jede Sonderausstattung ist wirklich nötig, doch es gibt ein paar Dinge, die Ihre Nähmaschine auf jeden Fall haben und können sollte.

Auf jeden Fall dabei sein sollten Nähmaschinenöl und einige Nähmaschinen-Nadeln für den Anfang. Sie brauchen außerdem für die Nähmaschine einen Fußanlasser. Diese unterscheiden sich von Modell zu Modell, weshalb der Fußanlasser im Lieferumfang enthalten sein sollte.

Hilfreich als Ausstattung ist eine Knopflochautomatik. Sie erleichtert das Sticken von Knopflöchern. Da das Einfädeln des Fadens in die Nähmaschine kompliziert ist, sollte auch eine Schnelleinfädelung vorhanden sein.

4. Wieso sollten Anfänger sich nicht blenden lassen?

Das Prinzip der Nähmaschine

Dass das Prinzip der Nähmaschine recht einfach ist, zeigt sich an der Vielzahl der Erfinder. In allen Teilen der Welt arbeiteten Menschen ab dem 18. Jahrhundert an der Nähmaschinen-Entwicklung. Während die erste Nähmaschine 1790 nur für Schumacher war, ließ 1830 Bartelemy Thimonnier ein Nähmaschinengrundmodell mit dem Namen Couseuse patentieren. Die eigentliche Erfindung der Nähmaschine ist dem Amerikaner Elias Howe zuzuschreiben. Doch seine Maschine wurde nie in Serie produziert. Anders, als die „Singer1“, die Isaac Merrit Singer erfand und sich patentieren ließ. Die erste günstige Nähmaschine für den Hausgebrauch. Howe focht Singers Patent an und bekam eine wöchentliche Abfindung von 4.000 Dollar zugesprochen.

Wenn Sie jetzt noch nicht wissen, welche Nähmaschine mit Stichfunktion es sein soll, möchten wir Ihnen raten, sich nicht von vielen Extras und Sonderfunktionen blenden zu lassen. Gerade Näh-Anfänger können damit oft noch gar nichts anfangen.

Wichtig ist, dass die wichtigsten Sticharten vorhanden sind und der Nähfuß von einer guten Qualität ist. Sie sollten am ehesten ein Modell wählen, das einfach zu handhaben und zu verstehen ist. Symbole, Zubehör und Knöpfe sollte es nur in überschaubarer Menge geben. Die Bedienungsanleitung muss ausführlich und verständlich sein.

Singer Ultralock Nähmaschine

Die Singer-Ultralock besitzt 6 verschiedene Programme, um eine Vielfalt an Projekten umzusetzten.

Hat die Maschine außerdem eine Knopflochautomatik und eine Schnelleinfädelung, haben Sie bereits ein recht gutes Modell. Achten Sie beim Kauf darauf, dass Sie Nähmaschinen-Ersatzteile bequem im Internet nachbestellen können. Sehen Sie außerdem nach, wie lange der Hersteller Garantie gibt und, ob Sie diese verlängern können.

Ihre neue Nähmaschine sollte vor allem sicher und solide sein, was schon bei günstigen Modellen der Fall ist. Eine Singer Mercury 8280 beispielsweise, gibt es im Internet manchmal schon für unter 100 Euro.

Wenn Sie nur selten nähen, ist es sinnvoll, eine Abdeckung für die Nähmaschine dazuzukaufen, damit sie bei längerer Nicht-Benutzung nicht einstaubt. Berechnen Sie in Ihre Anschaffungskosten außerdem mit ein, dass Sie immer mal wieder neue Nadeln und eventuell einen anderen Nähfuß benötigen. Außerdem brauchen Sie Garn, eine Schere, Knöpfe und Reißverschlüssen und Schnittmuster, um verschiedene Kleidungsstücke nähen zu können. Gerade Schnittmuster können auf Dauer richtig ins Geld gehen. Mittlerweile gibt es aber im Internet teilweise auch kostenlose Schnittmuster.

Wenn Sie schon immer lernen wollten, wie man näht, bietet die Corona-Pandemie endlich die Gelegenheit, sich einem neuen Hobby zu widmen. Mit einer Nähmaschine können Sie mit kleineren Nähprojekten beginnen und sich nach und nach steigern.

5. Fragen und Antworten zum Thema Nähmaschine

5.1. Hat die Stiftung Warentest einen Nähmaschine-Test durchgeführt?

Die Verbraucherorganisation hat 2011 zuletzt einen Nähmaschinen-Test durchgeführt und dabei 12 Freiarm-Nähmaschinen untersucht. Neun davon waren mechanisch, drei elektronisch mit Display.

Nähmaschinen-Testsieger wurde die elektronische Nähmaschine Brother Innov-is10 Anniversary für 325 Euro. Auf Rang zwei kam das mechanische Modell Bernina bernette 66 für 330 Euro.

Die Stiftung rät Anfängern allerdings eher zu preiswerteren Modellen, insbesondere, wenn sie noch nicht wissen, ob sie bei dem neuen Hobby bleiben. Gute preiswerte Modelle im Test waren die Singer 8280 für 125 Euro und die Naumann 83AO für 80 Euro.

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5.2. Wo kann man eine Nähmaschine kaufen?

Manchmal gibt es bei Discountern Angebote für günstige Nähmaschinen von bekannten Herstellern. Ansonsten empfiehlt sich der Kauf im Internet, wo Sie die besten Vergleichsmöglichkeiten haben.

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5.3. Welche Hersteller und Marken sind bekannt?

naehmaschine kaufen

Neben Singer und Pfaff gibt es weitere Hersteller von guten Nähmaschinen.

Sicher haben Sie schon von einer Singer Nähmaschine gehört, der wahrscheinlich bekanntesten Marke. Doch auch eine Pfaff Nähmaschine oder eine W6 Nähmaschine sollten Sie in Ihren Vergleich von Nähmaschinen mit aufnehmen, ebenso wie die eine oder andere Brother Nähmaschine, wie die Brother Innov-is27 beispielsweise, die Bernina Nähmaschine oder die Carina Nähmaschine.

Weitere bekannte Hersteller und Marken sind:

  • Toyota
  • Elna
  • Veritas
  • Husqvarna
  • AEG
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5.4. Wie funktioniert eine Nähmaschine?

Die Maschine verknüpft, um eine Naht zu nähen, Fäden des Nähgarns miteinander. Der Oberfaden wird dafür mit dem sogenannten Durchstich durch den Stoff geschoben und dann in die Maschine eingefädelt. Danach übernimmt ein Greifer den Oberfaden. Moderne Greifer-Systeme machen zwei oder sogar drei Umdrehungen pro Stich.

Der Transport kann auf verschiedene Arten erfolgen. Einfache Nähmaschinen haben meistens nur einen Untertransporteur. Dann muss der Stoff immer mal wieder per Hand gedehnt und gezogen werden, weil die obere Stofflage vom Nähfuß festgehalten wird und dadurch nicht mitrutscht. Gute Modelle haben einen Obertransporteur, der dieses Problem löst.

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5.5. Wie fädelt man eine Nähmaschine ein?

Wie das Einfädeln funktioniert, hängt vom Modell ab. Bei manchen Nähmaschinen funktioniert das nahezu automatisch, bei anderen komplett per Hand. Hinweise zum Einfädeln finden sich meistens direkt auf der Maschine.

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5.6. Wie näht man mit einer Nähmaschine?

„Wie bediene ich eine Nähmaschine?“ überhaupt und „wie nähe ich mit der Nähmaschine?“ sind häufig gestellte Fragen. Wir können an dieser Stelle keinen kompletten Nähkurs geben, möchten aber zunächst auf die Bedienungsanleitung Ihrer Nähmaschine verweisen, der Sie die grundlegende Bedienung entnehmen können.

Wenn Sie noch nie vorher genäht haben, empfiehlt es sich, einen Nähkurs zu belegen oder sich die Arbeit an der Nähmaschine von jemandem zeigen zu lassen. Sie finden im Internet dazu auch viele Video-Tutorials und Blogs, die gerade für Anfänger eine große Hilfe sind. Fangen Sie am besten mit einem ganz einfachen Teil an, beispielsweise einer Wendetasche.

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5.7. Welche Nähmaschinen gibt es für zu Hause?

Nähmaschinen für zu Hause sind meistens klassisch mit Fußpedal ausgestattet. Darüber hinaus gibt es Nähmaschinen, die über verschiedene Programme verfügen. Besonders einfach zu bedienen sind Computer-Nähmaschinen, die gleich eingespeicherte Nähprogramme besitzen. Zudem können Sie auch Freiarm-Nähmaschinen kaufen. Diese gelten als besonders flexibel.

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5.8. Was muss eine gute Nähmaschine können?

Eine gute Nähmaschine zeichnet sich dadurch aus, dass sie mindestens folgende vier Stich-Arten im Programm hat:

  • Geradstich
  • Knopflochstich
  • Zick-Zack-Stich
  • Steppstich

Mit diesen vier Sticharten können Sie die meisten Näharbeiten problemlos durchführen. Achten Sie zudem darauf, dass der Nähfuß sowohl mit dicken als auch dünnen Stoffen gleichermaßen gut zurechtkommt. Vor allem Anfänger profitieren von einer automatischen Fadeneinspannung.

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5.9. Wann gab es die erste Nähmaschine?

Die erste Nähmaschine wurde 1846 patentiert. Erfinder war Elias Howe aus Massachusetts. Seine Maschine schaffte bis zu 250 Stiche pro Minute. Dadurch war das Nähen mit einer Nähmaschine deutlich schneller als von Hand.

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